Rettungsdienst Ammerland GmbH

Rettungswagen (RTW)

Ein Rettungswagen (RTW) ist nach der der DIN EN 1789, Typ C ein Krankenkaftwagen, der für die Versorgung, Überwachung und den Transport von Notfallpatienten konstruiert und ausgerüstet ist. Diese Norm stellt den Mindeststandard dar. Neben spezifischen Vorgaben für die Fahrzeuge (z.B. Beschleunigung) sind Sicherheitskomponenten, wie ABS, ESP und die notwendige elektromagnetische Verträglichkeit der Kommunikationseinrichtungen in der Norm geregelt.

Es ist vorgeschrieben, dass Notfallkrankenwagen und Rettungswagen über zwei Batterien mit Außenladung und eine entsprechend dimensionierte Generatorleistung verfügen müssen. Die zwei  Batterien sind erforderlich, um den Betrieb der Medizingeräte sicherzustellen und eine Zusatzheizung betreiben zu können. Durch die großen Türen, wird es im Winter sehr schnell kalt im Inneren. Damit wir die notwendigen Temperaturen im Winter erreichen können, muss eine leistungsstarke Zusatzheizung verbaut sein.

In einem Rettungswagen lässt sich lediglich ein Patient versorgen und transportieren. Die Trage muss in der Mitte angebracht sein, damit man diese von mindestens drei Seiten bedienen kann. Neben Vorgaben zum Patientenraum und dessen Abmessungen wird in der Norm auch das vorzuhaltende Material definiert. Um dieses Geräte bzw. Materialien transportieren zu können, muss ein Rettungswagen für das Sanitätsmaterial, die medizinischen und technischen Geräte eine Gewichtsreserve von mindestens 260 kg aufweisen.

Zu unserer Ausstattung gehören u.a.:

  • Trage nach DIN EN 1865
  • Tragestuhl (Ferno40 – für den Patiententransfer) im Seitenfach
  • Tragetuch
  • Geräte zur Immobilisierung von Verletzten (Vakkummatratze, KED-System, Schaufeltrage, Cervikalschienen)
  • stationäres Sauerstoffgerät mit mindestens 2.000 Liter Sauerstoff mit Durchflussmessinstrument und Mengenregelung bis max. 15 Liter pro Minute
  • tragbares Sauerstoffgerät mit mindestens 400 Liter Sauerstoff
  • Beatmungsbeutel mit Masken
  • stationäre elektrische Absaugpumpe
  • manuelles tragbares Absauggerät
  • Blutdruckmessgerät, Pulsoxymeter, Thermometer, Blutzuckermessgerät
  • Medikamente und Infusionslösungen
  • Defibrillator, EKG und externer Herzschrittmacher
  • Koffer für Infusionen, Medikamente, und Geräte zur Diagnostik jeweils für Kinder und Erwachensen (vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen)
  • elektrische Spritzenpumpe
  • Thoraxdrainageset
  • Notfall- und Transportbeatmungsgerät (Weinmann Medumat Standard bzw. Weinmann Transport)
  • Kapnometer/Kapnographie
  • Notgeburtsatz

Dieser „kleine“ Auszug macht schon sehr deutlich, was in der Notfallrettung nötig sein kann. Unsere Beladelisten für die Rettungswagen füllen rund 10 DIN-A4 Seiten mit recht kleiner Schrift.

Wir fahren seit einigen Jahren Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz Sprinter 316 D mit Automatikgetriebe mit einem Aufbau der Firma System Strobel aus Aalen in Baden-Württemberg.

Insgesamt kostet ein solches Fahrzeug mit allen Materialien und Geräten schnell mehr als 150.000 Euro. Abgeschrieben sind die Fahrzeuge nach dem Erreichen von 200.000 Kilometern. Diesen Wert erreichen manche Fahrzeuge bereits nach 2,5 Jahren.  Die Medizingeräte werden rund 10 Jahre im Betrieb genutzt.